Auf dem Rabbinertisch

Purim

Normalerweise vergleicht man Purim mit Chanukka – in der Zeit von Chanukka verteidigen Juden ihre geistliche Freiheit, Purim – körperliche, bzw. physische Existenz. Noch ein kleiner Hinweis – die beide Chagim (die Feiertagen) gehören zu einer anderen Kategorie – die Chagim, die nicht in Tora stehen.

Ich möchte gerne, dass wir uns einen anderen Aspekt anschauen – wo war der Ewige die ganze Zeit?

Wir hören über die Juden die im Name des Ewigen kämpfen, aber seine Stimme hören wir nicht – erst nachdem, nach den Ergebnissen sagen wir, dass ohne ihn das Ergebnis anderes gewesen wäre.

Die Tora erzählt uns über Wunder, die passierten – die Geschichte unserer Vorväter – eine sehr alte Sara, die Izchak das Leben schenkt, der Auszug der Juden aus Ägypten, 40 Jahren in der Wüste. Der Ewige spielt eine sehr zentrale Rolle in der Entwicklung. Nur im Midrasch (Erzählungen) finden wir  zum Beispiel heraus, dass bei der Teilung des Meers (der Ausgang die Juden aus Ägypten) einige Leute sehr aktiv involviert waren, nicht nur Moses, sondern auch Nachschom ben Aminadav – er ist ins Wasser gesprungen und nur dann hat sich das Wasser gespalten. Das Gegenteil zu Purim. In der Magila treffen wir keine Erwähnung des Ewigen. Nur über die Midrasch lernen wir, wie stark er hat dabei war. 

Was sollen wir daraus lernen- obwohl wir den Ewigen nicht so deutlich erkennen, können wir sicher sein, dass er uns nicht vergessen hat. Der Ewige ist da- nur wartet auf unseren ersten Schritt- wie in den Sprüchen der Väter steht – „Wenn ich nicht dann wer?“

 

Monatsplan

  • 2. Juli 2018Gemeindezentrum bleibt wegen Renovierungsarbeiten geschlossen
  • 20. Juli 2018 19:00Kabbalath Schabbath; Beginn - nach Jüdischem Kalender
  • 21. Juli 2018 9:30Schabbath G'ttesdienst
  • 23. Juli 2018 9:00Sprechstunden Sozialreferat - Ort wird später mitgeteilt
AEC v1.0.4