Jom haSchoa am 8. April 2021

Jom haSchoa 2021

Unsere Gemeinde gedenkt die Opfer der Schoa – der von Nazis geplanten und vollführten Massenvernichtung der jüdischen Gemeinschaft in und außerhalb Europas.

Zum zweiten Mal müssen wir wegen der Pandemie die Gedenkveranstaltung online durchführen. Auch in diesem Jahr werden sechs Kerzen gezündet:

– zum Gedenken an die Widerstandskämpfer in Ghettos

– zum Gedenken an die ermordeten Kinder

– zum Gedenken an die erlösten jüdischen Gemeinden

– zum Gedenken an die tapferen Menschen die mit einem enormen Risiko für eigenes Leben versucht haben den Juden zu helfen  

– für den Staat Israel, Heimat des jüdischen Volkes

– zum Gedenken an die sechs Millionen in Schoa ermordeten Juden

Jeder Mensch hat einen Namen, den ihm G-tt gegeben hat, den ihm Vater mit Mutter geschenkt. Wir werden die Namen der jüdischen Bürger unseres Bundeslandes lesen die in der Nazizeit ermordet worden sind.

Das Streaming beginnt heute, am 8. April 2021 um 15:30 Uhr:

auf der Facebookseite der Jüdischen Gemeinde Halle https://www.facebook.com/watch/?v=195934072085122

oder auf dem YouTube: https://youtu.be/yspp7la5X-I

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Urteil nach Anschlag am Jom Kippur 5780 in Halle: Interview mit Max Privorozki

Nach dem Prozess gegen den Attentäter von Halle, ist für den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde von Halle die Aufarbeitung des Anschlags längst nicht abgeschlossen. Max Privorozki wünscht sich von der Politik, nicht nur den Extremismus zu bekämpfen, sondern vor allem Toleranz zu fördern. Außerdem glaubt er, dass die Rolle der Eltern des Attentäters noch rechtlich bewertet werden muss. MDR SACHSEN-ANHALT-Reporterin Marie Landes hat ihn befragt.

Herr Privorozki, das Urteil ist gefällt. Wie zufrieden sind Sie damit? Wurde mit dem Urteil ein klares Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt – oder fehlt etwas?

Max Privorozki: Das Urteil ist gefällt und es ist auch das einzig vertretbare Urteil dafür was und wie er es alles getan hat. Die Zeichen gegen Antisemitismus sollten jedoch nicht in einem Strafprozess gestellt werden, sondern in der Gesellschaft und in der Politik. Und zwar nicht nur nach einem Terroranschlag.

Was bedeutet der Urteilsspruch für die jüdische Gemeinde Halle? Inwiefern ist die Urteilsverkündung auch ein Abschluss?

Max Privorozki: Wenn es um eine juristische Komponente geht, bleibt die Rolle von Eltern, insbesondere der Mutter des verurteilten Attentäters weiterhin unerforscht. Wir werden prüfen, ob der Rechtsweg in dieser Richtung wirklich ausgeschöpft ist. In diesem Sinne ist es noch kein Abschluss. Das Attentat war nur die Spitze des Eisbergs. Die Tatsache, dass die Mutter des verurteilten Mörders mit ihren antisemitischen Ansichten jahrelang als Ethiklehrerin gearbeitet hat (und es möglicherweise auch weiterhin tut), ist die eigentliche Schande und Katastrophe. Wir hören sehr oft, dass es gefährlich ist, wenn bei den Sicherheitsbehörden Menschen mit antisemitischen Ansichten tätig sind. Noch hundertmal schlimmer ist, wenn solche Menschen mit Kindern arbeiten, egal ob mit eigenen oder fremden.

Mit dem Urteil endet die juristische Aufarbeitung des Halle-Attentats. Wie sieht es mit der gesellschaftlichen Aufarbeitung aus? Wo stehen wir?

Max Privorozki: Hier bleibt noch ein langer und schwieriger Weg. Dabei geht es nicht nur um die Aufarbeitung des Jom-Kippur-Anschlags in Halle oder Terrors in Hanau, Dresden, Berlin oder Hamburg. Es geht um die Entspannung in der gesellschaftlichen Atmosphäre, in den zwischenmenschlichen Beziehungen, egal zu welchem Thema. Wenn man nur Rechtsextremismus oder nur Islamismus oder auch nur Linksextremismus bekämpft, geht man automatisch auf die Barrikaden von einer oder von der anderen Seite. Richtige politische Kunst ist nicht die Bekämpfung von einem oder anderem Unrecht, sondern Förderung der Toleranz und Entspannung durch die Kultur und Bildung. Dafür braucht man Zeit und Investitionen, viel Zeit und viele Investitionen. Und viel Geduld. Leider handelt Politik immer öfter sporadisch, als unmittelbare Reaktion auf ein bestimmtes Ereignis. Es fehlt strategisches langfristiges Denken – und nicht nur in Bezug auf die Antisemitismusbekämpfung.

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Chanukka 5781 Sameach aus Halle!!!

Liebe Gemeindemitglieder und Freunde!

Wir freuen uns auf das Fest des Lichtes – Chanukka!

So wie das Öl der Lämpchen ausgehen kann, drohen vielfach Menschlichkeit, Glaube und gegenseitige Achtung und Liebe auszugehen. Wir alle erfahren das schmerzlich in den verschiedenen Gesichtern des Antisemitismus. Da möchten wir G-tt dringlich bitten, dass er uns die Hoffnung wie das Öl damals nicht ausgehen lässt.

Chanukka-Paket für unsere Mitglieder

Die traditionelle Chanukka-Party wird leider diesmal ausfallen.
Dennoch bekommen unsere Mitglieder solche Chanukka-Pakete nach Hause geliefert.

Wir wünschen allen Mitgliedern – Chanukka sameach und Seien Sie Gesund!!!

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